Ibis Ripmo V3 im Test: Zwei Tage, drei Fahrer-Level, ein einstimmiges Fazit
Wir haben das neue Ibis Ripmo V3 zwei Tage lang in Bernex durch die Genfer Berge gejagt — mit Enduro-Mag-Testern, einem EDR-Racer direkt vom Weltcup in Morillon und waschechten Hobby-Endurofahrern. Hier ist unser erster Fahrbericht.
1. September 2026 · Test
Das Ibis Ripmo hat sich in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Trail- und Enduro-Bikes überhaupt gemausert — kein Wunder, dass die Erwartungen an die dritte Generation riesig waren. Wir wollten es genau wissen und haben das neue Ripmo V3 zwei volle Tage lang auf den Trails rund um Bernex getestet. Nicht mit einem einzelnen Tester, sondern mit einer bunt gemischten Truppe: erfahrene Redaktoren des Enduro Mag, ein EDR-Fahrer auf der Heimfahrt vom Weltcup in Morillon und mehrere ambitionierte Hobby-Endurofahrer aus der Region.
Der Test-Aufbau: Ripmo V3 im HD-Setup mit XT Di2
Für unseren Test kam das Ripmo V3 im aggressiveren HD-Setup zum Einsatz, ausgestattet mit der elektronischen Shimano XT Di2 Schaltgruppe. Die Federelemente waren bewusst auf maximale Performance im steilen, technischen Gelände der Genfer Voralpen ausgelegt:
- Gabel: Fox 38 Factory mit 170 mm Federweg
- Dämpfer: Fox Float X2 mit 65 mm Hub — 163 mm Federweg am Hinterrad
- Antrieb: Shimano XT Di2 — präzise, elektronische Schaltperformance auch unter Last
- Setup: HD-Konfiguration für maximale Reserven auf ruppigen, steilen Trails
Mit dieser Ausstattung bewegt sich das Ripmo V3 klar in Richtung Enduro-Fully — ideal für die teils sehr steilen und wurzeligen Abfahrten rund um Bernex.
Zwei Tage, drei Fahrer-Levels — ein Testfeld wie aus dem Bilderbuch
Was diesen Test besonders spannend gemacht hat, war die Durchmischung unserer Tester:innen. Auf der einen Seite die erfahrenen Redaktoren des Enduro Mag, die schon unzählige Bikes unter dem Hintern hatten und jede Kinematik-Nuance sofort erkennen. Daneben ein EDR-Fahrer, der frisch vom Weltcup in Morillon kommend eigentlich nur kurz durchatmen wollte — und trotzdem gleich mehrere Runs auf dem Ripmo V3 drehte. Und schliesslich unsere Hobby-Endurofahrer, die das Bike aus der Perspektive des ganz normalen Wochenend-Riders beurteilt haben.
Das Ergebnis: Trotz völlig unterschiedlicher Erwartungen und Ansprüche waren sich am Ende alle einig. Das Ripmo V3 wurde von der ersten Kurve an von jedem und jeder Tester:in als sofort vertraut und intuitiv beschrieben — ein Zeichen für eine wirklich durchdachte Geometrie und Kinematik.
Der DW-Link-Hinterbau: Das Herzstück des Ripmo V3
Über alle Fahrer-Levels hinweg kam ein Punkt immer wieder aufs Tapet: der Hinterbau. Die DW-Link-Kinematik des Ripmo V3 arbeitet unglaublich geschmeidig und effizient — egal ob beim Antritt aus der Kurve, beim Absorbieren von Wurzelteppichen oder bei harten Kompressionen in steilen Passagen. Die Rückmeldungen der Enduro-Mag-Redaktoren waren eindeutig: Der Hinterbau schluckt Schläge, ohne dabei träge zu wirken, und bleibt auch bei hohem Tempo erstaunlich ruhig und spurtreu.
Der EDR-Fahrer, der solche Anforderungen aus dem Renneinsatz gewohnt ist, bestätigte das: Das Ripmo V3 liess sich extrem präzise durch enge Anlieger und technische Sektionen steuern, ohne dass man dafür Körner opfern musste. Genau diese Kombination aus Effizienz und Präzision war für alle Tester:innen das grösste Highlight des Bikes.
Bergauf: Effizienz trotz Enduro-Ausstattung
Auch wenn das HD-Setup mit 170 mm vorne und 163 mm hinten klar auf Abfahrtsperformance ausgelegt ist, überraschte das Ripmo V3 unsere Hobby-Endurofahrer mit seiner Effizienz am Anstieg. Die DW-Link-Kinematik sorgt auch bergauf für spürbar wenig Wippen, ohne dass man eine Plattform-Einstellung am Dämpfer aktivieren musste. Für lange Anstiege rund um Bernex — und generell für die Schweizer Alpen — ein klarer Pluspunkt.
Bergab: Vertrauen von der ersten Kurve an
Auf den teils sehr steilen und ruppigen Abfahrten rund um Bernex zeigte das Ripmo V3 im HD-Setup seine wahre Stärke. Die Fox 38 Factory mit 170 mm liefert vorne genügend Reserven für harte Landungen und schnelle Linienwechsel, während der Fox X2 hinten für eine unglaublich sensible und zugleich durchzugsstarke Performance sorgt. Egal ob Enduro Mag Redaktor, EDR-Racer oder Hobbyfahrer: Alle waren sich einig, dass sich das Bike sofort vertraut anfühlte und enormes Vertrauen in schnellen, technischen Passagen vermittelte.
Besonders hervorgehoben wurde die Präzision, mit der sich das Ripmo V3 durch enge Kurvenkombinationen lenken lässt — ein direktes Resultat der ausgewogenen Geometrie und des tadellos arbeitenden Hinterbaus.
Impressionen von zwei Testtagen in Bernex. Fotos: Mike Hunger
Unser Fazit nach zwei Testtagen
Nach zwei intensiven Testtagen mit einem breit gefächerten Testfeld können wir ein klares Fazit ziehen: Das Ibis Ripmo V3 im HD-Setup mit XT Di2 begeistert Fahrer:innen jedes Niveaus. Egal ob erfahrener Redaktor, Weltcup-Racer oder Wochenend-Endurofahrer — alle waren sich einig, dass der Hinterbau herausragend arbeitet und sich das Bike extrem präzise fahren lässt. Genau diese Kombination aus Effizienz, Sensibilität und Laufruhe macht das Ripmo V3 zu einem der spannendsten Enduro-Bikes des Jahres.
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Alle Fotos in diesem Testbericht: Mike Hunger
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